Verbunden im Gebet

Wir sind im Austausch mit Anzi Mbilinyi, Krankenhausseelsorgerin in Karatu, um gegenseitige Anliegen in die Fürbitte zu bringen. Ich hatte als Gebetsanliegen die Vorbereitungen unserer KV-Wahlen weitergegeben.

Nun habe ich als Fürbitt-Anliegen aus Tansania bekommen:

- Vorbereitung des Diozösan-Treffens in Karatu

- Mitarbeitergewinnung für das Krankenhaus

- Begeisterung, Treue, Hingabe in der Mitarbeiterschaft

- Jugendarbeitslosigkeit in der Gesellschaft

Gerne gebe ich wieder Gebetsanliegen aus Ihren Gemeinden weiter nach Karatu!

Otto Guggemos, Dekanatsmissionspfarrer

Bis hierher hat uns der Herr geholfen 1.Samuel 7 / 12

Unser Motto: „Nächstenliebe, die bis Tansania reicht.“

 

Das Jahr 2023 hat viel Mut gemacht. Wer hätte gedacht, dass das Jubiläum 40 Jahre MNT so viel Bestätigung und Erfrischendes hervorbringen würde:

  1. Gruppenreise des Dekanats nach Tansania mit Besuch der beiden Partnerkrankenhäuser im Februar

2023 02 Reise Tansania

 

  1. Besuch von Dr. Heriel Zacharia aus Karatu und Sr. Florence Kimario in Bayreuth über Pfingsten

2023 06 Besuch 1

 

So konnte ein echter Austausch stattfinden. Unsere Eindrücke von Tansania und deren Eindrücke von unserem Dekanat und darüber hinaus. Das ist das, was wir uns eigentlich unter Partnerschaft vorstellen.

 

2023 06 Besuch 2

2023 06 Besuch 2

 

  1. Am 24. September feierten wir das Dekanatsmissionsfest in Gesees.

2023 09 25 Dekanatsmissionsfet 1

2023 09 25 Dekanatsmissionsfet 2

 2023 09 25 Dekanatsmissionsfet 3

 

  1. Am 7. Oktober konnten wir das Jubiläum 40 Jahre MNT im Gemeindehaus von Bayreuth St. Georgen gebührend feiern.

2023 10 07 Jubiläum 3

 2023 10 07 Jubiläum 2

2023 10 07 Jubiläum 1

 

Es bleibt aber keine Zeit, um lange zurückzuschauen. Unsere Krankenhäuser in Machame am Kilimanjaro und in Karatu am Ngorongoro Krater müssen sich mit weniger Personal anstrengen, um mithalten zu können. Der tansanische Staat fährt seine Unterstützung für kirchliche Einrichtungen zurück und zieht sogar Personal ab, insbesondere Krankenschwestern und Ärzte. Nun wird versucht, mit Großkrankenhäusern in der Region wie z.B. dem KCMC in Moshi und dem Mount Meru Hospital in Arusha ein Abkommen zu schließen. So könnten Ärzte von dort für eine begrenzte Zeit an „unsere“ Krankenhäuser ausgeliehen werden. Natürlich wäre hierbei eine Supervision durch ihre Fachabteilungen erforderlich.

Der Bedarf an Medikamenten und medizinischen Ausrüstungsgegenständen bleibt hoch. Wir konnten auch in diesem Jahr den Kooperationsvertrag mit 60.000, -- € für beide Krankenhäuser erfüllen. Der Dank dafür kam beim persönlichen Besuch der Tansanier bei uns und auch durch Videogruß-Botschaften am 7. Oktober deutlich zum Ausdruck.

Die Ernten von Mais und anderen Feldfrüchten sind in diesem Jahr in Nordtansania insbesondere dank ausreichender Regenfälle gut ausgefallen. Auch die Rinder haben jetzt genügend Gras zu fressen.

Die Apothekerin Elisabeth Schenk schreibt im November aus Machame, dass die kleine Regenzeit ziemlich massive Regenfälle gebracht habe. Das Ganze sei von ausgeprägten Stromausfällen begleitet. Ob es da einen Zusammenhang gibt? Auf jeden Fall sind solche Abschaltungen lästig und führen durch die Dieselgeneratoren zu hohen Energiekosten.

Wir hoffen sehr, dass das Land bei großen Erdgasfunden an der Küste endlich eine bessere Infrastruktur insbesondere im Energiebereich sicherstellen kann.

Liebe Tansania-Freunde, vielen Dank für Ihre wertvolle Hilfe im Jahr 2023. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch im kommenden Jahr bei der Versorgung der beiden Partnerkrankenhäuser in Tansania unterstützen können.

Dr. med Fritz Seiler

Tansania-Gebet

Anzi Mbilinyi, Seelsorgerin in unserem Partner-Krankenhaus sendet uns Gebetsanliegen:

1. Ich bete für einen Aufenthaltsraum für Angehörige. Das hilft nicht nur, damit die Station nicht so überfüllt ist, wenn Ärzte und Krankenschwestern dort arbeiten um den Patienten zu dienen – es gibt auch der Seelsorgerin die Möglichkeit mit diesen Glaubens-Geschwistern über Gottes Wort zu sprechen, sie zu ermutigen und zu trösten und auch um ihnen Lehre mitzugeben, die ihren Glauben und ihre Gesundheit aufbaut.

2. Bitte helft mir beten, dass es mir gelingt, Patienten in der Palliativ-Versorgung zu erreichen. Diese Patienten werden meist zuhause durch mobile Palliativ-Teams versorgt, die einen sehr engen Arbeitstakt haben – darum ist kein Fahrzeug vorhanden, um nur die Pastorin zu transportieren. Darum bitte ich Gott um einen Weg, diese Situation zu lösen.

3. Samstag und Sonntag feiere ich Gottesdienst in der Rhotia-Gemeinde. Nachdem ich nicht regulär für Gottesdienste eingeplant bin, dachte ich, es wäre gut, der Gehörlosen-Community dort beim Mitfeiern der Gottesdienste zu helfen. Während des Gottesdienstes übersetze ich für sie. Ich helfe ihnen, Gottesdienst zu feiern. Ich bete, dass mir das gut gelingt und dass sie die Kirche und Gottes Wort lieben und Gott gehorchen. Derzeit gibt es 100 Gehörlose im Karatu-Distrikt, und es gibt in Karatu sonst keine Gebärden-Dolmetscher. Darum nehmen sie nicht am Gottesdienst teil, außer in Rhotia, wo 20 mitfeiern, weil sie Unterstützung durch mich haben. Ich bete zu Gott, dass sie alle diese Unterstützung bekommen – und auch dass sie unabhängige Arbeitsplätze finden und glücklich leben können.

Gebetsbrief 11

 

Die Sayuni Kwaya beten zusammen mit den Gehörlosen und singen verschiedene Lieder – ich helfe durch Übersetzung in Gebärdensprache.

 

40 Jahre MNT - Jubiläumsveranstaltung

Solidarität mit Tansania

Wenn Oberbürgermeister Ebersberger einen Tag vor dem Wahlsonntag zu einer Jubiläumsveranstaltung von MNT kommt und auch ein Grußwort mitbringt, so hat das schon etwas zu bedeuten. Auch Herr Neumeister war als Stellvertretenden Landrat gekommen und hat bis zum Ende der Feier durchgehalten. Somit waren die wichtigsten Player des Bayreuther Klinikums zugegen und die Thematik ließ sich gut auf Afrika überleiten.


Wundert es dann noch, dass der plastische Chirurg Prof. Dr. Dolderer vom Klinikum Bayreuth, der mit der Organisation Interplast immer wieder Einsätze in Tansania durchführt, zugegen war? Er hat sogar einen tansanischen Jungen wegen einer schweren Brandverletzung nach Bayreuth gebracht und hier im Klinikum weiterbehandelt. Prof. Dolderer durfte miterleben, wie dieser Junge mit seinem älteren Bruder Teil eines Projektchors war, der bei der Feier auch mit afrikanischen Liedern für Begeisterung sorgte.

Der Kinderarzt Dr. Manfred Rösch wusste Interessantes von seinem 7-jährigen Aufenthalt im Machame Hospital zu berichten. Auch er war vorher am Klinikum Bayreuth gewesen. Das Gleiche gilt für den Internisten Dr. Fritz Seiler, der insgesamt 10 Jahre im Machame Hospital gewirkt hatte und vorher in den Kliniken von Bayreuth und Kulmbach tätig war.

 

2023 10 07 Jubiläum 1

 

Krankenhäuser kosten viel Geld und können sich nicht als Wirtschaftsbetrieb verstehen, wenn sie Dienste im Notfall für 24 Stunden pro Tag und 7 Tage in der Woche anbieten. Da werden rote Zahlen geschrieben und diese Schulden müssen irgendwie ausgeglichen werden. Das gilt in Deutschland und auch in besonderem Maße auch für Afrika.

MNT hat seit 1983 an die 2,4 Mill. € an Spenden aufgebracht, um 2 ländliche kirchliche Krankenhäuser im Norden Tansanias zu unterstützen. Für das Machame Hospital und für das Karatu Hospital konnten lebenswichtige Medikamente und medizinische Gerätschaften besorgt werden. In zwei Videobotschaften kam die Dankbarkeit der Krankenhausleitungen zum Ausdruck.

Viele haben mitgewirkt, damit diese Gelder aufgebracht werden konnten. Da haben viele private Spender, aber auch Kirchengemeinden, Schulen und Rotary-Clubs geholfen. Besondere Unterstützung für das Karatu Hospital kam immer wieder aus dem Karatu Laden in Altdorf bei Nürnberg. Nicht zuletzt hat auch MissionEineWelt in Neuendettelsau immer wieder Beiträge geleistet.

60 Teilnehmer der Feier waren dankbar und auch etwas stolz, was in 40 Jahren alles erreicht werden konnte. Das gilt auch für das Dekanat Bayreuth-Bad Berneck als Träger für MNT und für die mindestens 8 – 10 ehrenamtlichen Fachleute zur Betreuung des Projekts und die Korrespondenz mit den tansanischen Partnern.

Die Jubiläumstorte 40 Jahre MNT war bald verspeist. Eine Videogrußbotschaft nach Tansania folgte auf dem Fuß.

 

2023 10 07 Jubiläum 2

 

Es bleibt noch viel zu tun. Die Medikamentenbestellungen müssen neu geregelt werden. Die Preise eines bisherigen Lieferanten sind nach Meinung der tansanischen Partner zu hoch.

2024 wird sicher wieder sehr spannend. Nur gut, dass über E-Mail und WhatsApp ein gutes Netzwerk besteht.

 

Dr. med. Fritz Seiler

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