Dankesbrief 2019

Liebe Tansaniafreunde, sehr geehrte Damen und Herren,
es gibt schon noch Zeichen und Wunder. Da hat eine pensionierte Apothekerin aus Altdorf in Mittelfranken über mehr als 6 Jahre einen Hilfsarzt aus Karatu unterstützt, so dass er an einer tansanischen Universität Medizin studieren konnte. Nun hat er dieses Studium mit Erfolg abgeschlossen und ein erforderliches Praktikumsjahr absolviert. Er ist nach all den vielen Jahren nach Karatu zurückgekehrt und bekam im Juli 2019 die Chefarztstelle am Karatu Lutheran Hospital übertragen. Sein Vorgänger, Dr. Makyao, hatte schon das Pensionsalter überschritten und konnte endlich in den Ruhestand gehen. Der neue Chefarzt, Dr. Heriel Zacharia, ist der erste seines Stammes, dem Iraqu-Stamm von Karatu. Die früheren waren vom entfernten Kilimanjaro-Gebiet und sogar von den Pare-Bergen. Wenn ein Chagga vom Kilimanjaro sagt, im Krankenhaus sei nicht genügend Geld da, um die Angestellten zu bezahlen, dann würden die Iraqu-Leute ihm nicht glauben …Wir sind jedenfalls sehr glücklich mit Dr. Heriel ein gutes Verhältnis aufzubauen. Die E-Mail-Verbindung funktioniert schon sehr gut und die ersten Transaktionen konnten bereits eingeleitet werden.

Heriel Zacharia

 

Medikamente
Wir konnten im ablaufenden Jahr 2019 die Gesamtsumme von 60.000 € für beide Krankenhäuser in Machame und Karatu wieder gerade so aufbringen. Die Vorbereitungen für das erste Halbjahr 2020 laufen bereits.
Der Staat Tansania hat durch Zoll- und Zulassungsbehörden die Einfuhr von Medikamenten und anderen medizinischen Ausrüstungen so erschwert, dass wir uns im Wesentlichen auf zweckgebundene Finanzhilfe auf Konten der beiden Krankenhäuser beschränken müssen. Hierbei haben wir ein vertrauenswürdiges System der Rückmeldung mit Bank-Statements (spezielle Kontoauszüge mit dem Eingang der Zahlung in der Währung Tansania-Schilling) entwickelt. Die Quellen für Medikamente und Verbandsstoffe in Tansania sind die Zentralapotheke der Regierung, Action Medeor Tansania Ltd. und private Apotheken in Tansania. Bei Letzteren haben wir manchmal Bedenken, dass dort auch Fake-Drugs (gefälschte Medikamente) darunter sein könnten. Insgesamt ist durch die rigoroseren Kontrollen im Land eine Besserung zu erwarten.
Als Medikamente werden von den Krankenhäusern insbesondere spezielle Antibiotika, Schmerzmittel, spezielle injizierbare Malariamittel und Narkosemittel benötigt. Zusätzlich werden immer wieder Injektionskanülen, Röntgenfilme und Blasenkatheter gebraucht.

 Apoteke Machame


Zahnärztliche Hilfe für das Machame Hospital
Vor ca. 1 Jahr hat uns der Zahnarzt des Machame Hospitals ein paar spezielle Wünsche mit auf den Weg gegeben. Sein Gerät zum Härten von Plastik-Füllungen war defekt. Ein befreundeter Zahnarzt aus Bad Berneck konnte nach einer Kilimanjarobesteigung im September diese wertvollen Teile mit nach Machame bringen und ein Auge auf die Abteilung werfen. Da fiel natürlich auch auf, dass keine apparativen Möglichkeiten zur Wurzelbehandlung vorhanden waren. Da könnte doch der eine oder andere Zahn erhalten werden, vor allem, weil es dort ja an der Prothetik fehlt.
Der befreundete Zahnarzt hat dann Gerätschaften zur Wurzelbehandlung beschafft, die wir inzwischen nach Tansania schicken konnten. Leider hängt nun diese Sendung im Zoll von Arusha fest. Wir hoffen allerdings, dass der Zahnarzt des Machame Hospitals diese Teile bald auslösen kann.

Zahnarzt in Machame


Dank
Eine Summe von 60.000 € pro Jahr zusammenzubringen, ist tatsächlich kein Pappenstiel. Wir danken all den vielen Unterstützern, die es mit ihren kleinen und auch größeren Beträgen dem Dekanat Bayreuth-Bad Berneck ermöglichen, die Partnerschaft mit der Nord-Diözese der Ev. Luth. Kirche in Tansania und ihren Krankenhäusern aufrechtzuerhalten und mit Leben zu erfüllen.

 Neugeborenes mit Mutter in Karatu Hospital

Medikamente und Finanzen:

Das Dekanat wird weiter den Vertrag mit den beiden Krankenhäusern im vereinbarten finanziellen Umfang von insgesamt 60.000 € pro Jahr unterstützen. Es ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit, dass Kirchengemeinden und private Spender diese Summen aufbringen.
Wir danken ganz herzlich für jegliche finanzielle Unterstützung, um möglichst vielen Menschen ohne Ansehen ihrer Person am Kilimanjaro und am Ngorongoro Krater eine bessere medizinische Hilfe bieten zu können.

Neugeborenes mit Mutter in Karatu Hospital

Ihre

Dr. med. Fritz Seiler, Bayreuth

Pfr. Otto Guggemos, Dekanatsmissionspfarrer Dekanat Bayreuth

Matthias Herbolzheimer, Dekanatsmissionsbeauftragter Dekanat Bayreuth

   
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